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Frozen.Time

Mathe und Englisch Klausur sind überstanden. Und ich dachte schon, die Woche endet nie. Lief eigentlich sogar recht gut, kann also nur alles falsch sein :D

 Irgendwie fesselt mich zur Zeit nichts. Ich tingel von einem Thema zum anderen, gucks mir an, denk drüber nach, wechsel zum nächsten um dann wieder zurückzukehren, nachdem das andre Thema mir zu öde wurde. Dae schuldet mir 60Euro, die ich für Lu brauche, weil ihre Allergie wieder akut wird und dennoch bin ich nich sauer.

(okay ein bisschen schon.)

Meine Mum macht sich soviele Probleme selber, heult sich bei mir aus und es juckt sie trotzdem nich, was ich sage. Ich könnte eine marmorne Statue sein, es gäbe den selben Effekt. Wozu reden?

Mein Doc merkte am Dienstag an, meine Symptome wären typisch für den Beginn einer Depression oder einen Infekt. Ich hab Depression direkt verneint, denn meine momentane Laune/Gefühl ist nicht mit dem zu vergleichen, was ich früher durchgemacht habe, als ich noch Klingen wie Münzen gesammelt habe und sie auch jeden Tag auf schärfe geprüft habe. Ich habe mir keinen Zeitpunkt gesetzt an dem ich sterben will, ich scheisse nich auf meine Zukunft, denke nur an mich (okay, halb gelogen) und schluchze mich in den Schlaf. Irgendwie dachte ich, ich sei raus aus der Selbstmitleidsschiene.

Aber vielleicht ist das nur die erwachsene Form? Ich suche immernoch verzweifelt einen Ausgleich für meinen Druck und meinen engen Terminplan (der ja garnich so eng ist, denn zitat Mama: "wovon hast DU denn stress?", aber wie früher zu cutten, zu heulen und Alk zu bunkern kommt irgendwie nicht in Frage. Manchmal wünschte ich mir, einfach eine Klinge ansetzen zu können. Ich habe wunderbare Skalpellähnliche Dinger hier, sauscharf und mit sicherheit sehr zerstörerisch. Aber.. Ich will nicht. Seltsam oder?

Wo ich mir früher hohe Gebäude und Brücken gemerkt habe, das Internet nach tödlichen Substanzen durchforst habe und sogar vor Autos sprang, plane ich heute eher mein Leben. Ich will mal studieren (auch wenn mir das so mächtige Angst macht, das ich anfang zu zittern), vielleicht irgendwann Kinder haben, Geld verdienen und nicht jeden Cent rumdrehen. Und trotzdem (oder gerade deswegen..?) fühle ich mich so immens überfordert. Ich liebe alle meine Tiere, bin froh sie zu haben und möchte sie dennoch manchmal so hart gegen die Wand klatschen, das es knallt. Ich liebe meine Mama über alles und bin so dankbar für jeden Mist den sie mir durchgehen liess und jede Hilfe, die sie mir niemals vorenthalten hat und dennoch wünschte ich mir, sie wäre nicht so egoistisch zur Zeit und würde vielleicht auch mal mir zuhören und meine Probleme ernst nehmen. 

Und Dae.. Mein grösstes Problem. Ich vertraue ihm kein Stück mehr, glaube nichts, von dem was er sagt und verabscheue mittlerweile die Dinge, die ihn ausmachen. Aber ich kann nicht loslassen. Ich wünsche mir so sehr, das er endlich erwachsen wird, seine Probleme regelt und mir gutes beschert, anstatt Lügen und Sorgen, bin aber gleichzeitig so fest davon überzeugt, das er es niemals schafft. Und trotzdem ist er der einzige Freund den ich habe, denn er ist immer da und hört zu. Ist das nicht ein Armutszeugnis für mich? 

Irgendwie fühle ich mich, wie in Watte gepackt. Mechanisch. Ich lache, treibe Ussel, rege mich auf, schreibe Klausuren, ordne die Wohnung, führe Telefonate und lausche permanent der irren, hysterischen Stimme in meinem Inneren, die kreischt und weint, zu lebendig zum sterben und zu schwach zum Leben. 

11.12.09 11:57
 


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